Alle guten Dinge sind drei

wie Du mit Affirmationen Deine Gedanken verändern kannst! ???

Manchmal begegnet uns eine Botschaft genau dann, wenn wir sie brauchen.

In den letzten Monaten sind mir Affirmationen DREIMAL begegnet – und jedes Mal in einer anderen Form. Alle guten Dinge sind drei. 😊

Dieses Mal war es ein längeres Zitat, das vermutlich Napoleon Hill zugeschrieben wird. Eine Passage daraus hat mich besonders beschäftigt, die ich Dir nicht vorenthalten möchte:

Zitat von Napoleon Hill (vermutlich):

„Wenn du die Angst besiegen willst, musst du zu ihrer Quelle vordringen. Zu deinem Verstand. Denn Angst entsteht nicht in der Welt. Sie entsteht in deinen Gedanken. In den stillen, unsichtbaren Geschichten, die du dir immer wieder vorsagst. Geschichten von Unzulänglichkeit, von Gefahr, davon, was alles schiefgehen könnte. Geschichten, die sich in einer Endlosschleife abspielen und deine Realität prägen, ohne dass du es überhaupt merkst. Und hier ist die Wahrheit: Wenn du deine Gedanken nicht trainierst, werden sie dich trainieren, wenn du sie unkontrolliert lässt. Der Verstand wird zu einem Schlachtfeld, auf dem die Angst immer gewinnt. Aber du bist nicht hier, um von der Angst beherrscht zu werden. Du bist hier, um deinen Verstand zurückzugewinnen. Um den Stift wieder in die Hand zu nehmen und ein neues Drehbuch zu schreiben. Und es beginnt mit dieser einfachen, aber kraftvollen Erkenntnis: Du bist nicht deine Gedanken. Du bist der Beobachter deiner Gedanken. Du bist der Architekt, der Programmierer, derjenige, der entscheidet, was bleiben darf. Wenn also die Angst dir zuflüstert, du seist noch nicht bereit, akzeptierst du das nicht einfach. Du hinterfragst es. Du reagierst darauf. „Sagt wer?“ Wenn sie sagt, du wirst scheitern, antwortest du: „Vielleicht, aber ich werde daraus lernen.“ Du drehst das Drehbuch um. Du durchbrichst das Muster. Denn jeder Gedanke ist ein Samenkorn. Und was du gießt, wächst. Wenn du Angst gießt, wirst du Zögern ernten. Aber wenn du Mut gießt, wenn du deinen Geist mit kraftvollen, bewussten, disziplinierten Gedanken überflutest, dann wird Kühnheit zu deiner Grundeinstellung. Hier geht es nicht um blinde Positivität. Es geht um mentale Konditionierung. Genauso wie Sportler ihren Körper trainieren, Krieger ihre Reflexe trainieren und Musiker ihre Finger trainieren. Du musst deinen Geist mit Affirmationen trainieren, die deinen Wert bekräftigen.“

 

Die Macht der Gedanken

Dieses Zitat erinnert mich an etwas, das bei meiner Arbeit eine wichtige Rolle spielt:

  • Nicht alles, was wir denken, ist auch wahr!

Und nicht jeder Gedanke, der sich immer wieder in unserem Kopf wiederholt, muss unser Leben bestimmen.

Wenn ein Gedanke irgendwann zu Deiner Wahrheit wird

Angst beginnt nicht immer mit dem, was im Außen passiert. Manchmal beginnt sie mit einem Gedanken.

  • „Was, wenn es wieder passiert?“
  • „Was, wenn ich es nicht schaffe?“
  • „Was, wenn etwas schiefgeht?“
  • „Was, wenn ich die Kontrolle verliere?“
  • „Ich bin einfach nicht mutig genug.“
  • „Ich muss immer alles im Griff haben.“ 

Es gibt so viele Gedanken, die ausbremsen. Vielleicht kennst Du einen dieser Gedanken. Oder Du hast Deinen ganz eigenen. Das Problem ist nicht, dass solche Gedanken einmal auftauchen. Das ist völlig menschlich.

Schwierig wird es, wenn wir sie immer wieder denken, ihnen glauben und unser Verhalten danach ausrichten.

Irgendetwas stimmt hier nicht

Dann kann aus einem Gedanken ein Gefühl werden.

Aus dem Gefühl entsteht Anspannung. Aus der Anspannung entsteht vielleicht Rückzug, Vermeidung oder Kontrolle. Und irgendwann kann sich daraus ein Muster entwickeln. Wir beginnen, unser Leben nach diesem Gedanken auszurichten.

Vielleicht bemerkst Du irgendwann: „Eigentlich möchte ich etwas ganz anderes.“ Du möchtest wieder mehr Freude empfinden. Du möchtest leichter durchs Leben gehen. Du möchtest Dich wieder etwas trauen. Du möchtest nicht ständig darüber nachdenken, was alles passieren könnte. Du möchtest wieder Vertrauen in Dich und Dein Leben entwickeln.

Und trotzdem scheint da etwas in Dir zu sein, das Dich immer wieder zurückhält.

Genau hier können Affirmationen ein wertvolles Werkzeug sein.

Eine Affirmation ist kein Zauberspruch oder ein Taschenspielertrick

Mir ist wichtig, das gleich vorwegzunehmen: Eine Affirmation ist kein Zauberspruch. Du musst Dir nicht morgens zehnmal sagen: „Ich habe keine Angst,“ wenn Dein ganzes Inneres gerade etwas völlig anderes signalisiert. Das funktioniert nicht.

Für mich geht es bei einer Affirmation vielmehr darum, einem alten, nicht dienlichen Gedanken bewusst eine neue Richtung zu geben. Du beginnst damit, Dir zu überlegen:

Wie möchte ich mich stattdessen erleben? Was möchte ich verändern? Was möchte ich wieder können? Welche neue Erfahrung möchte ich in meinem Leben machen?

Und dann verbindest Du diesen neuen Gedanken mit Deinem Handeln.

Denn genau das ist entscheidend. Eine Affirmation darf nicht nur in Deinem Kopf stattfinden. Sie darf nach und nach in Deinem Leben ankommen.

Affirmation in 3 Schritten

Deine persönliche Affirmation in drei Schritten

Ich möchte Dir deshalb heute eine einfache Übung mitgeben. Nimm Dir ein Blatt Papier und ein paar Minuten Zeit.

Es geht nicht darum, den perfekten Satz zu finden. Es geht darum, Deinen eigenen Satz zu finden, den Du glauben kannst. Wo Du spürst, JA, dass ist stimmig.

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Schritt 1. Finde Deinen nicht dienlichen Glaubenssatz

Frage Dich: Welcher Gedanke bremst mich gerade aus? Welcher Gedanke hindert mich daran, mein Leben zu genießen? Welcher Gedanke hält mich davon ab, etwas auszuprobieren? Welcher Gedanke macht mich klein? Welcher Gedanke sorgt dafür, dass ich mich zurückziehe, kontrolliere oder etwas vermeide?

Schreib ihn auf. Vielleicht steht dort: „Ich kann das nicht.“ „Ich bin nicht mutig genug.“ „Ich darf keinen Fehler machen.“ „Ich muss alles unter Kontrolle haben.“ „Ich muss aufpassen.“ „Andere könnten schlecht über mich denken.“ „Das schaffe ich sowieso nicht.“

Oder vielleicht ist es ein Satz, den nur Du kennst.

Schreib ihn genau so auf, wie er in Deinem Kopf auftaucht. Nicht schöner. Nicht positiver, sondern Ehrlich.

Denn erst wenn Du erkennst, welcher Gedanke Dich ausbremst, kannst Du beginnen, ihn zu verändern.

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Schritt 2. Drehe Deinen Gedanken um

Jetzt kommt der spannende Teil. Frage Dich: Was möchte ich stattdessen erleben? Wie möchte ich mich fühlen? Was möchte ich wieder tun können? Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn dieser alte Gedanke mich nicht mehr bestimmen würde?

Formuliere daraus Dein persönliches Affirmationsziel. Ein möglicher Einstieg lautet:

„Ich bin so glücklich und dankbar, dass …“

Zum Beispiel:„Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich mich wieder sicher in meinem Leben fühle.“

Oder: „Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich mich wieder traue, Dinge zu tun, die mir Freude machen.“

Oder: „Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich mir selbst wieder vertraue.“

Wichtig ist: Deine Affirmation muss zu Dir passen. Sie muss nicht besonders spektakulär klingen.

Sie muss sich für Dich stimmig anfühlen. Und sie sollte das beschreiben, was Du wirklich verändern möchtest.

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Schritt 3. Überlege, was Du dafür tun kannst

Jetzt kommt der Schritt, der häufig vergessen wird aber der einfach wichtig ist. Was kannst Du konkret tun, damit Deine neue Affirmation auch in Deinem Leben sichtbar wird? Denn wenn Du beispielsweise sagst:

„Ich bin so glücklich und dankbar, dass ich wieder mutiger bin.“ Dann darfst Du Dich auch fragen: Was wäre eine kleine mutige Handlung, die ich heute ausprobieren kann?

Vielleicht jemanden anrufen.

Vielleicht Deine Meinung sagen. Vielleicht alleine irgendwo hingehen. Vielleicht eine Einladung annehmen, die Du sonst aus Unsicherheit abgelehnt hättest. Vielleicht etwas Neues ausprobieren.

Es muss kein riesiger Schritt sein. Ganz im Gegenteil. Die kleinen Schritte sind oft viel leichter umzusetzen. Und genau darum geht es. Nicht um den Zwang, nicht darum „Ich muss das jetzt schaffen“. Nicht um noch eine herausfordernde Aufgabe mehr, die Du zusätzlich erledigen musst, sondern darum, Deinem neuen Gedanken immer wieder eine kleine Handlung folgen zu lassen. Jeden Tag einen kleinen Schritt in die Richtung Deiner Affirmation. Diese Affirmation ist also Dein Handlungsziel und Deine Umsetzungsstrategie, die Dich mental unterstützt.

Veränderung darf leicht beginnen

Leichtigkeit ist mir besonders wichtig, denn wenn Du ohnehin schon erschöpft bist, brauchst Du nicht noch mehr Druck, denn Zwang kostet Dich Kraft und Energie. Und wenn Du gerade mit Angst, innerem Druck oder einer starken Belastung kämpfst, ist Deine Energie vielleicht ohnehin schon knapp. Und wenn Dir diese Energie schon fehlt, dann wird eine Affirmations-Challenge, Dich nicht unterstützen.

Deshalb darf die Veränderung im Kleinen beginnen. Vielleicht nur für fünf Minuten. Vielleicht eine einzige Handlung. Vielleicht ein einziger neuer Gedanke. Gibt es nicht den Spruch: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“ Und so ist es mit Deinem neuen Gedankenkonstrukt ebenso. Ein Schritt nach dem anderen. Und dann wieder ein kleiner Schritt.

So kannst Du nach und nach neue Erfahrungen machen. Du kannst Dich selbst neu erleben:

„Ich kann anders handeln.“ „Ich kann etwas ausprobieren, obwohl ich unsicher bin.“ „Ich kann mir selbst wieder mehr vertrauen.“ „Ich bin meiner Angst nicht völlig ausgeliefert.“

Und genau diese Erfahrungen können etwas in Dir verändern.

Vom Gedanken ins echte Leben

Eine Affirmation kann Dir eine neue Richtung geben. Aber sie darf auch in der sogenannten 3-D-Welt ankommen – in Deinem tatsächlichen Leben. Wenn Du Dir beispielsweise jeden Tag sagst:

„Ich vertraue mir.“ Dann kannst Du Dich gleichzeitig fragen: Wo kann ich mir heute selbst vertrauen?

Wenn Deine Affirmation lautet: „Ich bin mutig.“ Dann frage Dich: Welche kleine mutige Handlung kann ich heute machen?

Wenn Du sagst: „Ich erlaube mir Freude.“ Dann frage Dich: Was kann ich heute tun, das mir Freude macht?

Damit wird aus Deinem Satz eine persönliche Erfahrung. Und genau dahin soll die Reise gehen. In Deine Erfahrung, in Deine Handlung. Du beginnst, Dich selbst anders zu erleben.

Nicht von heute auf morgen, aber langsam Schritt für Schritt.

Und was hat das mit Angst zu tun?

Sehr viel, denn wenn Angst unser Leben bestimmt, passiert häufig etwas ganz Entscheidendes:

Wir richten unser gesamtes Verhalten nach der Angst aus. Wir vermeiden, wir kontrollieren, wir ziehen uns zurück, wir denken immer wieder über mögliche Gefahren nach. Und dadurch bekommt die Angst immer mehr Raum.

Ich möchte Dir nicht einfach sagen: „Denk positiv.“ Mach einfach ne Affirmation. Denn Angst lässt sich nicht einfach wegdenken. Ich habe selbst erlebt, wie hartnäckig Angst sein kann.

Ich kenne das Gefühl, wenn Gedanken sich verselbstständigen und der innere Druck immer größer wird. Deshalb arbeite ich mit verschiedenen Übungen und Methoden, die mir dabei geholfen haben, die Angstreaktion zu unterbrechen, die eigene Wahrnehmung zu verändern und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.

Affirmationen können dabei ein Baustein, eine Brücke sein und sie sind eine Möglichkeit, bewusst eine neue Richtung einzuschlagen. Eine Affirmation könnte dann der erste Schritt sein:

Nicht mehr jeden Gedanken einfach für bare Münze zu nehmen.

Sondern innezuhalten und zu fragen: „Ist dieser Gedanke wirklich noch hilfreich für mich?“ Und wenn die Antwort Nein lautet: „Welchen Gedanken möchte ich stattdessen wählen?“

Deine kleine Übung für heute

Wenn Du magst, nimm Dir jetzt fünf Minuten Zeit und schreibe diese 3 Punkte auf:

  1. Mein alter, nicht dienlicher Gedanke ist:

„________________________________“

  1. Meine neue Affirmation lautet:

„Ich bin so glücklich und dankbar, dass …“

„________________________________“

  1. Meine kleine Handlung für heute ist:

„Damit dieser neue Gedanke in meinem Leben Raum bekommt, werde ich …“

„________________________________“

Und dann mach genau diese eine kleine Handlung.

Nicht morgen. Nicht bald, Nicht irgendwann, sondern JETZT, Heute, genau Hier und mit dem Schreiben hast Du schon begonnen einen kleinen Schritt in Richtung „Gefühlsfreiheit“ zu gehen.

Veränderung beginnt JETZT

Denn Veränderung beginnt nicht erst dann, wenn Du Dich vollkommen sicher fühlst, sie beginnt genau dort, wo Du trotz Deiner Unsicherheit, trotz Deiner Zweifel, trotz Deiner Angst einen kleinen Schritt machst.

Du bist nicht Deine Angst. Und Du bist auch nicht der Gedanke, der Dir seit Jahren erzählt, dass Du etwas nicht kannst, denn Gedanken können sich verändern und Dein Umgang mit Angst kann sich verändern und damit kann sich auch Dein Leben verändern.

Alle guten Dinge tatsächlich 3.

  1. Ein Gedanke.
  2. Eine neue Ausrichtung.
  3. Und eine kleine Handlung.

Und ich hoffe, dass diese 3 Schritte Dir helfen, Deinen ersten Schritt zurück zu mehr Vertrauen, Freude und Leichtigkeit zu gehen.

Fotos von unsplash: Quaritsch,  Curated Lifestyle, Adrey Lisakov, Pete Alexopoulus, Julis Drost, Kathrina Wright, Ian Taylor, Miriam G, Alexandra Gorn,  Lia Bekyan, Hakon Grimstad, 

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